Im verschneiten Eichenhain vom Auerhahn mit Federbart und
dem metallisch schillernden Spiel bewohnt, wiehert,
aus einem Märchengestüt entlaufen, Trakehner Prinzross.
Ausgebüxt, hat Lust etwas anzustellen, will jugendliche Träume erleben.
Die Freiheit schmeckt ihm süßer als Hafer und Möhren.
Wachsam hat er die Ohren gespitzt, ob das geblasene Signal schon ertönt.
Die rote Kruppe schimmert, das seidene Haarkleid glänzt, der Schweif gebürstet,
die Mähne glattgekämmt, feste Zöpfe geflochten.
Eine elegante Gestalt, hochgewachsen, schön bemuskelt, steht wie Donatellos Monument in Florenz.
Die Mondssichelblesse auf der Stirn birgt ein Rätsel .
Die Ziege Blandine zählt die Tage, sie spürt Balthasars baldiges Wiedersehen.
Die Lebenseiche neben an kaspert, ihr knorriger Stamm runenartig gemustert,
öffnet die Bühnenhöhle.
Der Moorgeist Boruta dichtet witzige Reitergeschichten.
Ein edles Warmblutross und die Lebenseiche narren miteinander,
die wildromantische Welt verstehen.
Der Wald lebt, murmelt, rhythmische Sprachgesänge rennen im Zickzack,
Licht und Schatten spielen Völkerball.
Seitlich, tief unten den wuchtigen Eichewurzeln Gewirr residiert in seinem Kunstbauwerk
ein kreativer Grimbart, der laut schnarcht.
Die gelbäugige Eule hat ein Auge aufgemacht, möchte gerne wissen,
warum wenn sie schläft die fetten Feldmäuse, Waldmäuse, Wühlmäuse
im verlassenem Krähenhorst so lustig hüpfen.
Eichhörnchens buschige Rute fegt Schnee zwischen Grashalmen,
die Vorderpfötchen kratzen, entdecken den Eichelnvorrat.
Das kupferrote Tierchen klettert hin und her, hortet die Früchte im Kugelnetz.
Farbig gefiederte Eichelhäher nutzen auch die Speisekammer, hier und da pickend.
Dicke Bachen, bullige Basse grunzen, rüsselige Schnauzen, gewaltige Hammer
zerreisen die erstarte Schneekruste.
Die Eicheln sind nach ihrem Geschmack.
Meister Reinecke pirscht, die Fähe schnürt, rote Lunten schleichen.
Einen Steinwurf entfernt, versucht Meister Lampe Ruhe zu bewahren.
Mit dem Vorderlauf putzt er den langen Löffel, macht einen Kegel,
die Lichter links und rechts beäugen.
Treue Satzhäsin gibt acht, Hinterläufe klopfen.
Die verschlafene Morgensonne krabbelt im Bett, die Daunendeckenwolke rückt weg,
zündet Eiskerzen an.
Der größte Waldweihnachtsbaum leuchtet.
Die Erde ist in weißem, flitterbesetzten Poncho gekleidet, ein weißes Kopftuch
umgebunden, fängt sie herabfallende Schneeflocken, die zerstreut spazieren gehen.
Das rassige Ross betrachtet die Winterlandschaft, sucht eifrig
den geschwungenen Zauberschlitten hinter dem Eichenschalwäldchen.
Ein gelber Woilach wärmt seinen Körper, jemand sorgt für sein Wohlergehen.
Eingewebtes Trackehnerwahrzeichen, die Elchschaufeln scheinen.
Er weiß, dass am Rande der Kältesteppe mitten in den Zwergkiefern
massige Moschusochsen einen gedeckten Gasttisch vorbereiten.
Entlang des Waldweges gestiefelte Bäume mit Schneemelonen Zipfelmützen
ins Gesicht gedrückt, weiße Schneehandschuhe, Stulpen, Müffchen, Kaftanen tragen.
Ruprechtsgerten stecken unter den Armen.
Es fehlen nur die Möhrennasen und die Kohlenaugen.
In der Nähe drehen Schlittschuhe Spiralen.
Der Tanz an der Seite der reizenden Stute Bianca bleibt unvergessen.
Die Schlittschuhe, ein Meisterstück des Schmiedemeisters Hengst Bruno, machen Furore.
Ein vagabundierender Boreas pfeift, der Dudelsack füllt und leert sich.
Manchmal zischt er als wäre er eine Schlange.
Immer wieder besingt er Trolle, Hexen, Wichtelmännchen, die er gut kennt.
Bei guter Laune spielt er Cello, die dunkle Klangfarbe erfreut sein Gemüt.
Endlich stoßen bezopfte Gnomen ins Waldhorn,
weiche Horntöne rufen zur Abschiedsfahrt.
Der Hornung nimmt seinen Hut, sagt:"adiéu",
die stämmige Bärenkälte wandert in Richtung Norden.
Der Zauberschlitten wartet, ein roter Samtrosenpracht schmückt hellviolett bemaltes Holz.
Darin sitzt der Winterzauber mit dem scharlachroten Magieramtfrack
über dem grünen Samtkamisol angezogen, den Schlittenpelz umgehängt,
die Füße bereits in Filzstiefel gesteckt, den Kopf mit dunekelrotem Tarnzylinder bedeckt.
Er schwingt den Zauberstab, flüstert die Zauberformel,
Zauberpulver aus Hexenkraut, Hexenbesen, Hexendorn
und nur ihm bekannten Hexenwurzeln bereitend.
Er schüttet das Zaubergefäß voll und verschließt es.
Bereit nach Suomi zu fahren in das Polarhaus des Väterchen Frost,
des herzensguten Freund aller Polargenossen, besonders der weißen Robbe.
Die Zeit eilt, sogleich zieht ein verzaubertes Ross einen verzauberten Schlitten,
sich schleunigst bewegend, mühelos vorwärts trabt.
Energiegeladen den Schwanenhals wöllend, dynamisch Knie hebend,
seine schlanke Beine galoppieren, Luftsprünge zur Schau stellen.
Die Kufen, Hufen sausen, den Erdboden kaum berührend,
das Tempo steigert.
Das Zaubergespann schwebt, pfeilschnell schießt in die Ferne.
Das Sonnenross begreift das Wunder nicht, aber es fliegt und fliegt,
geschickt Zauberschlitten steuernd, stellt Hinterfragen:
"vielleicht bin ich ein Flugkörper durch Zauberschlag geworden?"
Keine Attrappe , keine Drohne , kein magisches Objekt ,
kein Sputnik nur ein Trakehner Komet blitzt, ein zäher, robuster Fliegergeschoss
düst durch die offene Weite.
Der Raum breit, hoch, lang, will den strategischen Kulminationspunkt erreichen
und sicher, besonnen landen.
Phantastische Gedanken rauschen, einmal im Raumschiff zum Auriga starten.
Die kleine Lajka war sein Vorbild.
Der blaue Tintenhimmel lächelt, grüßt, rote, gelbe, grüne Strahlensträuße verschenkend.
Silbergrüner Polarstern übt die Macht.
Über den Wolken waltet Unruhe, stahlerne Spielzeuge kreisen,
unbekannte Rochen, Haie, Libellen schrecken, schmale weiße Streifen zeichnend.
Herumspähen, heimlich das Sternenzelt bewachen, flott Nachrichten entsenden,
die Monster im Visier behalten.
Blinkende Sterne aufgeregt vibrieren, besorgt staunen,
weshalb die Ungeheur blaue Harmonie zerstören, sogar Feuer spucken.
Der Monddrache, der Wotan und sein Heer führen,
in einer uneinnehmbaren Festungwolke vertrauliche Gespräche, entwerfen Verteidigungspläne,
treffen klare Entscheidungen, den Frieden wahren.
Der sagenhafte Rabe lüftet ein Geheimnis, die Tagundnachtgleiche klopft an,
die erlösende Macht stolziert.
Ausnahmsweise bestätigt die Krähe seine Meinung.
Eine Schnatterliese klappert, weckt die Bäume.
Frau Holle schmunzelt vor Freude.
Ein schwarzer Specht trommelt, ein schwerfälliger Elchbulle trammpelt,
das Schaukelgeweih, die Halsmähne gleichmässig schaukelelnd,
ein rosabrauner Mistelfink baumelt auf der linker Gehörn Stange.
Ein kapitaler Hirsch orgelt.
Der legendäre Heldenross fliegt heim.
Dort ist er willkommen,
Die angetragenen Aufgaben sind wunschgemäß vollbracht.
Die Lausbubentage genoss er fürstlich, festliche Gefühle
beim Fliegen verinnerlicht.
Blaumeisen, Haubenmeisen, Tannenmeisen laut leuten auf der Astgabel,
erläutern das Geschehen.
Ein olivgrüner Kernbeißer hält einen hartschaligen Samen
im kegelformigen Schnabel.
Tief ergriffen vergisst ihn zu knacken.