ANNAHWELT
GLÜCKLICH WIE EIN KIND SEIN, DER WELT INS GESICHT LÄCHELN


 
       
 
 
 
 
 
 
"Mond mit Schäfchenwolken"
 
 
"Schäfchenwolken in einer Mondbarke" 
       
"wolkenschäfer"
 
"Schäfchenwolken mit Wolkenhund"
 
 
"Sternendrache"
 
 
"magischer Rad"
 
 
 
 
 
  "SCHÄFCHENWOLKEN"
 
        
Sieben Schäfchenwolken und der Mond spielen Blindekuh.
Das Spiel von Gretel, Hänsel, Jupp abgeguckt.
Roter Mond in silbernen Wanderstiefeln läuft durch ovale Bahnen
zum kindlichen Kaspern bereit, lustigen Scherzen aufgelegt,
fängt eine Schäfchenwolke, trägt sie Huckepack.
Eine niedliche Lämmchenwolke streichelt seine runde Pausbacke,
sie bittet ihn leise : "erzähle uns ein Trabantenmärchen, wir hören brav zu."
Drei Schäfchenwolken sitzen in der pfauenfarbenen Mondbarke,
inmitten herabhängender Sternenlampions segeln, junge Schafböckewolken hopsen, kreuz und quer kobolzen, mit gewundenen Hörnern schlagen.
Der Himmel hat besondere Schuhe angezogen, fest zugeschnürt.
Locker, ausgelassen fängt an zu steppen, lässt die fleißige Arbeit ruhen.
Nicht weit ein stattlicher Wanderwolkenschafhirt, hinter dem Mond gleich rechts, den Riegel an der Wolkenhüttentür vorgeschoben, glückseelig, jedem Schäfchen zugetan.
Sie seien ihm alle willkommen.
Lange, anthrazitgraue Lodenkuttewolke hat rasch überstreift,bis zur Sohle eingemäntelt prüft gründlich das Grasland .
Er pflegte es immer zu tun.
Seine rechteckige, dunkelrote Umhängetasche schnell über die Schultern geworfen.
Einen bernsteingelben Wolkenfilzhut aufgesetzt, breite Hutkrempe
nach oben gestülpt, beobachtet reglos den großen spiralformigen Andromedanebel,
der langsam im flierenden, goldenen Glanz schwebt,
irgendwo gemächtlich weiterzieht.
Der Schafhirt vom Schauspiel begeistert, vergißt den Raum,
der Almanach zwinkert.
Die Wirklichkeit holt den Hüter ein.
Am gebogenen Wolkenstock gestützt, bewacht er seine Schafherdewolken.
Vergnügt spielt er Hirtenflöte.
Klare Töne fliegen hinaus , dabei denkt er: "das ist mein idyllisches Arkadien".
Danach an der indigoblauen Wolkenbank gelehnt, gemütlich ab und zu Tabakspfeife raucht.
Eine taubenblaue Rauchwolke schlingelt.
Ganz nah auf der saftgrünen Wiesenwolke weiden wollige Schäfchenwolken, Schafgarbeblätterwolken zermahlen, besteigen blaugrünen Anhöhewolken,
gehen den enzianblauen Wolkenhügel hinauf.
Unterwegs erlesene Kräuterwolken zupfen, ins Wolkenkuckusheim wandern.
Unversehens springt eine dunkle Wolfsrüdelwolke, sucht den tiefgrünen
Wolkenwald.
Starkknochige Hirtenhundewolken rennen, schleichen, das schwarzgelbe Fell
blinkt, buschige Schwänze wedeln, stehende Ohren spitzen
Sie blicken aufmerksam ringsherum, mollige, gekräuselte Freunde beschützen.
Daneben stampfen dicke Schöpswolken Siebenschritt.
Überraschend figurieren sagenumwobene Fabelwesen.
Sogar der feuerige Drache kichert vor sich hin.
Der große Bär behält Ruhe, fährt niemals aus seiner Haut.
Jedesmal, wenn der große Bär es nicht sieht, kleiner Bär Posen zieht.
Der mutige Wagehals tauscht seinen Wohnort unbemerkt,
schlendert oft im malachitgrünen Hain.
Der pfiffige Meister Petz pflückt Blaubeeren, die er so gerne nascht,
leckt süßen Bienenhonig aus dem Bienenstock hoch im Stamm
der meterdicken Eiche.
Wer weiß, ob es nur Gebilde sind.
Pfeilschnell ritt vorbei Musenross, beflügelter Pegasus.
Das legendäre Einhorn macht einen Riesensatz, das weiße Stirnhorn scheint.
Kleiner Hund sagte: " oh, wie schön sie wiedersehen".
Der Widder bewahrt seine gute Laune, möchte ungestört rasen.
Der massiger Stier brüllt, trotzdem zweifle ich nicht,
dass du mein bester Nachbar bist.
Absolut bewusst, selbständiger, apfelgrüner Polarstern bleibt beharrlich standhaft.
Das magische Rad dreht sich um eigene Achse, der Zauberkessel steht offen.
Vier grell bemalte Holzpferdchen kutschieren auf der Ringelbahn,
in wechselnden Farben schillernd kolorieren,
die kugelige Welt saphirblau anstreichen.
Rubinrote Murmeln kullern, smaragdene Streifen gleißen,
Strahlenbündel einen kosmischen Rundtanz durchführen,
Chagalls Bilder blenden.
Es kreist vollkommene Harmonie, der Rhythmus fließt,
con amore schallt die Gestirnenmusik,
der geniale Kapelmeister gibt den Takt.
 
 
M.K.  am 12.10.2007